Yes it is. Was eigentlich? Ach so, der Blog. Ich gelobe Fleiss. Gibt ja auch viel Kram, den man einfach mal erzählen kann.
Gestern zum Beispiel war ich in Stuttgart bei Big Fm. Mittags schon, deshalb war noch Zeit, sich mal ein bisschen umzusehen.
Vor allem am Flughafen. Eigentlich sollten mich die ” deutschen Flügel ” nämlich schon um 17 Uhr wieder nach Hamburg
bringen. Ging aber nicht, weil das Flugzeug seltsam vibrierte. Man will ja nix riskieren, deshalb lieber auf den nächsten,
hoffentlich heilen Flugapperat warten. Stimmung bis dahin: Ok. Bierchen getrunken, locker geblieben. Lieber zu spät als
abstürzen und auf einer Insel erwachen, die jeden Tag mehr Rätsel aufgibt. Ich würde übrigens bei John Log bleiben, Jack ist zu sehr mit seinen Vaterkomplexen unterwegs. Egal, Bier leer, zweites Flugzeug. Wir befinden uns bereits auf der Rollbahn.
Alle so: Jetzt gehts los. Flugzeug so: Ich glaub nicht. Kapitän so: Ich auch nicht. Wir so: Warum nicht? Irgendwas am Triebwerk.
Ist aber nicht schlimm, dauert höchstens ‘ne halbe Stunde. Irgendwann kamen dann Menschen mit Hüten auf flinken Gabelstaplern vorbei und machten sich dran, den Schaden zu beheben. Da gab’s einen Hebel den die einfach wieder festziehen
sollten, der war locker. Klingt einfach zu reparieren. Allerdings macht man die Sache nicht besser, wenn man den Hebel abreisst anstatt ihn zu befestigen. Keine gute Idee. Ich guck mich um und sehe wutschnaubende Gesichter als auch
das zweite Flugzeug wieder von der Rollbahn kriecht. Lustig für mich: Mein Sitznachbar fing direkt nach Betreten des Fliegers
an zu ratzen. Als er beim zweiten Rückzug aufwachte dachte er, wir wären in Hamburg. Ich so: Nicht ganz. Die Stimmung mittlerweile: Amok. Alle raus, alle zurück, alles von vorne. Hunger. Schmachter. Scheiss auf’s Rauchverbot, der Pansen riskiert
Ärger und steckt sich eine an. Was folgt, ist eine Kettenreaktion. Alle Raucher die bis jetzt brav der Vorschrift folgten, ihre Zigarretten auszulassen, folgen jetzt meiner Missetat und qualmen los. Irgendwann hielt ein Bus vor unserem Fenster und hupte. Das war die Art uns mitzuteilen, wir sollten auf der Stelle die Kippen ausmachen. Wirkte aber irgendwie absurd. Man stelle sich vor: Es ist kein einzelner pflichtbewusster Paragraphenhengst der das Rauchen der Zigarrette hier ankreidet, sondern ein böse hupender Bus. Das wirkte wie ein Zoobesuch. Wir waren die Zuschauer und der Bus ein wütendes Nilpferd, das wir seelenruhig beim Ausbruch seiner Laune betrachteten. Unsere war ja auch nicht gerade die 10 auf der berühmten Skala. Egal, Kippe weg, 20 Minuten warten und dann Flieger drei betreten. Man kennt sich mittlerweile und nickt sich zu. Ein solidarischer Haufen Frustopfer ist es, der sich jetzt nur noch auf eins freut: Freie Kost an Bord, denn die wurde uns am Gate versprochen.
Im Flieger, durch’s Mikro, der Kapitän: Is leider nich! Freie Kost gibt’s erst ab einer Verspätung von drei Stunden.
Hab ich natürlich verstanden, immerhin wäre das erst ganze 10 Minuten später der Fall gewesen….








