Archiv für die Kategorie '(J)im Kino gewesen'
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Dienstag, 7. Juli 2009
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Ich verarsch Euch nicht, ganz ehrlich: Ich habe mir gerade den zweiten Teil von Transformers angesehen und kann mich leider an nichts mehr erinnern. Es scheint mir eine unmögliche Aufgabe zu sein, die Story zu beschreiben oder den roten Faden der Geschichte unter die Lupe zu nehmen. Wirklich: Ich weiß es nicht mehr. Ich erinnere mich nur noch an kämpfende Roboter. Die allerdings sahen ziemlich geil aus. Ich erinnere mich auch an das Gefühl das mir der Film auf jeden Fall gefallen hat. Sehr sogar. Der Rest ist aber weg, so als hätte mich Jemand nach der Vorstellung beim Ausgang geblitzdingst. Alles futsch. Egal, dann nutze ich eben die Gelegenheit, um dem frischen Big-Brother-Gewinner Daniel zu gratulieren. Wie, ihr guckt kein BB? Was ist denn mit Euch los? Die erste Staffel war die einzig Gute? Blödsinn! Jede Staffel ist gleich, und am Ende gehts doch eh nur um eins: Den guten alten Voyeurismus. Ich jedenfalls war wieder voll dabei und kann jetzt nur noch sagen: Ein gutes Ende. Marcel ( Platz 2 ) war ein Faker im Gewand der Ehrlichkeit. Hätte der gewonnen hätte ich gekotzt. Vögelt Geraldine, bricht ihr Herz, und reitet dann noch dauernd auf der Wahnvorstellung rum, dass er in dieser Staffel nicht nur der Clown war sondern auch mal seine ” menschliche ” Seite gezeigt hat. Hast Du gut gemacht, Marcel. Glückwunsch auch zum 2. Platz, haha. Die einzige Bewohnerin die alles Vorstellbare an Dummheit übertroffen hat,war das unsensible, alkoholabhängige Wesen Patricia. Die Tochter von Roberto Blanco, die sich mit ihrem Auftritt im Haus mit Sicherheit keinen Gefallen getan hat. Wer hatet mit? Obwohl, nein, das wollen wir hier nicht. Wir wollen einfach Daniel den Sieg gönnen. Und uns auf neue Tracks freuen. Und den Sommer genießen.Euer Jim.
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Montag, 29. Juni 2009
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Ok,die letzten 2 Wochen ging es mir nicht gut. Ich hatte eine Lebensmittelvergiftung und musste mich ausführlich mit diversen, sehr unangenehmen Zuständen auseinandersetzen. Aber es gibt Schlimmeres, dessen bin ich mir bewusst. Manches davon erlebt man zum Beispiel im Kinosaal. Auch ohne ekelhafte Vergiftungen spüre ich manchmal alleine durch die Anwesenheit irgendwelcher Idioten ( außer mir ) einen schlimmen stechenden Schmerz, der mir ernsthaft zusetzt. Die Werbung ist vorbei, der Hauptfilm noch nicht angelaufen. Ein freundlicher Hinweis erklärt den Besuchern, dass Piraterie immer noch kein Kavaliersdelikt ist. JEDES MAL gibt es zu diesem Zeitpunkt einen Horst, der auf seinen großen Moment wartet. Und sein Moment kommt genau in dem Augenblick, in dem der Sound unserer Piraterie-Warnung verstummt und unser Hofnarr lautstark seinem imaginären Nachbarn verkündet: ” Alter, jetzt mach mal endlich Deine Kamera aus! Muharrharrharr! ” Jedes Mal wenn sowas passiert spüre ich das tiefe Verlangen, das zu dieser Stimme passende Gesicht zu steinigen. Besonders dann, wenn sich unser Alleinunterhalter noch minutenlang abfeiert und/oder abgefeiert wird. Pure Aggression. Aber: Ruhig bleiben. Du bist gereizt, Du weißt es besser, etc…. zum Film: Drag me to Hell ist ein durchaus amüsanter klassischer Horrorfilm, der all das beinhaltet, was man sich für einen bunten Samstag Abend wünscht. Es gibt eine attraktive junge Hauptdarstellerin, einen halbwegs sympathischen Freund ( den man trotzdem nicht vermisst, sollte er überraschend sterben ) und eine wirklich garstige alte Satans-Oma. Unser Ömchen bittet zu Beginn des Films um einen weiteren Kredit für ihre Behausung. Unsere junge Hauptdarstellerin strebt eine höhere Position in der Bank an, die unter anderem auch für den Kredit unserer Teufels-Alten zuständig ist. Dafür muss man auch mal ” Nö ” sagen, und das tut unsere junge Muddi. Oma findet das kacke, und um unsere Muddi zu bestrafen, wird sie von Oma spontan mit einem ziemlich ungünstigen Fluch belegt. Was nun folgt reicht von Paranoia über Halluzinationen bis hin zum guten alten Exorzismus. Die schreckliche Oma taucht immer mal wieder auf und wirft ihre Gammelzähne durch die Gegend, spuckt Gift und Galle und eine beunruhigende Menge Oma-Schleim auf unsere unschuldige Bankangestellte. Diese widerum will sich nicht so einfach geschlagen geben und sucht verzweifelt nach einem Weg, den Fluch wieder loszuwerden. Ich für meinen Teil kann sagen: Ich hatte lange nicht mehr so einen Spaß bei einem, na ja, Standard-Ami-Teenie-Popkorn-Horror-Slasher. Die Effekte gehen direkt auf die Fresse, der Spaß kommt aber auch nicht zu kurz, und das ist zum größten Teil dieser wirklich widerlichen Schleim-rotzenden uralten untoten Voodoo-Schlampe zu verdanken. Ich liebe sie. Und Euch.
Euer Jim, back im Biz!
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Mittwoch, 10. Juni 2009
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Dadamdam Dadam. Wenn man nur anhand einer bestimmten Melodie schon weiß worum es geht, sind es meistens Klassiker. Und nu? Teil vier. Wer sich auf einen ähnlichen Flash wie den legendären zweiten Teil gefreut hat und jetzt meckert, dass das ja alles gar nicht mehr das typische Terminator-Feeling ist, hat vielleicht Recht. Vielleicht hat er aber auch vergessen, dass trotz Arnis Auftritt schon der dritte Terminator-Teil eine Kehrtwende hingelegt hat und dadurch viele Hardcore-Fans verlor. Ich fand eigentlich jeden der einzelnen Filme krass, und auch diesmal bin ich nicht total enttäuscht aus dem Kino gegangen. Mein Tipp: Einfach mal vergessen, dass man keinen Arnold in Leder auf einem Motorrad hat. Mir hat’s extrem geholfen mir vorher einzureden, dass ich einen Sci-Fi-Actionfilm sehe, der im Bestfall von den Terminator-Filmen inspiriert ist. Ich mag einfach diesen ganzen apokalyptischen Kram. Wüstenplanet Erde, demoralisierte Menschen, böse Killer-Maschinen, nahender Untergang, letzter Aufstand, viel Feuer, große Explosionen, heftige Effekte, und: So gut wie keine Dialoge. Es gibt bestimmt auch Tage, an denen sowas gar nicht geht, aber wenn man weiß worauf man sich einlässt: Top! Chrischi ist der Hauptdarsteller und verkörpert den letzten Connor. Wie am Ende von Teil 3 angedeutet ist er der Obermacker der Widerstandsbewegung und muss verdammt viel rennen. Eigentlich rennt er fast den ganzen Film lang. Manchmal springt er oder duckt sich oder tötet Maschinen, aber dann rennt er wieder. Zwischendurch muss er rausfinden wer dieser Typ ist, der ein paar Jahre eingefroren war. Und er sucht seinen Vater, der jünger als er selbst ist. Verrückt. Dann aber rennt er wieder und die Maschinen rennen und fliegen hinterher. Wahnsinn! Das allgemeine Feedback bisher ist denkbar schlecht und ich würde auch nicht unbedingt den Stempel mit der Aufschrift ” Film des Jahres ” auspacken, aber alle die Weltuntergangsfilme lieben kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Word.
Euer Pansen.
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Mittwoch, 3. Juni 2009
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Man kann ja nicht ständig irgendwelche Highlights erleben. Und mit genau dieser Einstellung ist es dann auch ziemlich schwer, enttäuscht zu werden. An der Kinokasse überlege ich mir noch kurz, ob ich vielleicht doch lieber den Womanizer sehen möchte, weil ich gehört habe dass er wie ” Die Geister die ich rief ” aufgebaut ist, nur eben mit Ex-Freundinnen anstelle der Geister und einem Milchgesicht anstelle Bill Murrays. Nö. Dann doch die zwei Schwestern und ihr heftiger Fluch. Leute, die sich sehr selten einen Horrorfilm ansehen, könnten hier ihr Glück finden. Die Geschichte ist nicht schon hundert, sondern höchstens neunzig mal da gewesen, die Effekte erreichen auf meiner persönlichen Schreck-Skala ein paar glatte 8er und einen fetten 10er, die Teenies sehen brav jungfräulich aus ( Ich mag sie zu, nicht wie Du ), und ein kräftiges und überraschendes AHA-Erlebnis zum Finale rundet dieses nette kleine Filmchen ordentlich ab. Jedenfalls für alle, die weder The Sixth Sense noch The Village und Co kennen. Zum Film: Wenn Muddi als Pflegefall in den Kissen verbrennt und Vaddi sich schnell eine Neue sucht, dann sind die Töchter meistens nicht sofort ” unten ” damit. Irgendwas stimmt mit dieser neuen Frau offenbar nicht, und die frisch aus der Klapse entlassene Tochter Nummer 2 entschliesst, Licht in die Angelegenheit zu bringen. Schnell wird sie zusammen mit Tochter Nummer 1 fündig. Dreckige kleine Details über Vaddis Neue tauchen auf, aber der Betroffene selber will Nichts davon wissen, denn: Die Neue ist heiss! Und nicht nur das, sie hat nämlich auch nicht vor, sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen und nimmt den Kampf gegen unsere 2 Schwestern auf. Wer am Ende wen platt macht und wer noch lebt usw wird hier nicht verraten, nur soviel: Die neue Muddi war eigentlich gut, die zweite Schwester längst tot und die Klapsen-Braut immer noch irre. Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha.
Euer Satan.
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Mittwoch, 20. Mai 2009
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Es hat gestürmt, es war ungemütlich, ich wollte Blut und Horror. Und kleine Teenager-Mädchen, die gehören ja bei Horrorfilmen meistens zum guten Ton…..oder Bild? Egal, ” Last House on the left ” gabs schon mal in den 70ern, verfilmt vom guten alten Wes Graven. Trotz der jungen Darsteller und moderner Optik habe ich gehofft, dass dieser Film nicht so’n Pussy-Horror wie House of Wax und Co ist ( Könnte mal bitte jemand Paris Hilton schlagen? ). Ganz ehrlich: Wenn man einen Horrorfilm guckt und Spaß dabei hat, muss man zwar ein bisschen psycho sein, aber darum gehts doch bei diesen Filmen oder? Wenn ein Regisseur es schafft, mir mit seinen Bildern Angst einzuflößen und die Kehle zuzuschnüren, dann bin ich gefangen in einem Zustand aus Ekel und Abtörn, aber gleichzeitig feiert ein Teil in mir die Tatsache, dass der Filmemacher dieses Gefühl bei mir auslösen kann. Zum Film: Vaddi, Muddi und Töchterchen fahren zur Erholung in ein einsames Häuschen irgendwo im Wald. Schon mal gut. Funktioniert immer. Die Tochter will dann ziemlich fix eine alte Freundin besuchen, die ganz in der Nähe wohnt. Muddi und Vaddi feiern das nicht gerade, aber lassen sie trotzdem gehen. Glücklich wiedervereint lernen die zwei Mädels einen Typen kennen, der sie auf eine Sportzigarette in sein Hotelzimmer mitnimmt. Bisher alles harmlos. Dann aber kommt der Gangster-Vater des Typen und seine Psycho-Freunde früher als erwartet von irgendwelchen Schandtaten zurück, und auf weibliche Besucher hat von denen Keiner Bock. Zumal man neuerdings auf der Fahndungsliste ganz oben steht. Und dann wirds hässlich: Die Psycho-Gang schleppt die Mädels in den Wald und der Leader macht dort auf ziemlich hässliche Weise das, was man mit keinem Mädchen der Welt tun darf. Die ersten Zuschauerinnen verlassen weinend den Kinosaal und ich bin aggro auf die Psycho-Gang. Alles in mir schreit nach Vergeltung und blutiger Rache. Aber es ist noch nicht vorbei, verschiedene Messer werden in die Körper der Damen geschoben und trotz Horror-Erfahrung muss ich sagen: Gut eklig. Hätte fast gekotzt. Sieht verdammt echt aus. Unser Töchterchen wird dann noch bei einem Fluchtversuch angeschossen und scheint in einem See zu sterben. Die Psycho-Gang dagegen sucht in der Zwischenzeit nach einem Unterschlupf für die Nacht und landet ausgerechnet bei den Eltern der soeben geschundenen Tochter. Die sind ziemlich hilfsbereit, man will ja ein paar junge nette Menschen nicht draussen stehen lassen….und laden ein zur Übernachtungsparty im Gästehaus. Muddi spürt schon, dass mit diesen Typen irgendwas nicht stimmt, aber erst als das von uns tot geglaubte Kind sich blutüberströmt auf die heimische Terasse rettet, werden alle Zweifel aus dem Weg geräumt. Und jetzt wird der Film schön, denn: Vaddi ist kein Opfer. Und Vaddi ist stinksauer. Vaddi will blutige Rache. Und bekommt sie. Ich sitze im Kino und freu mich. Endlich mal keine lästigen Fluchtversuche der Opfer sondern ein Vater, der jedes Schwein, das sich an seiner Tochter vergrifen hat, kräftig ausbluten lassen will. So muss es sein. Schnapp sie Dir Du gnadenloser Racheengel, mach sie alle kaputt. Ob er es schafft und was er sich so einfallen lässt müsst ihr selbst herausfinden. Für mich war es endlich mal wieder ein guter Horrorfilm, der gegen Ende eine “Kevin allein zuhaus”-Version für Erwachsene wird. Unterhaltsame Splatterei für Fortgeschrittene. Daumen hoch.
Euer Jim.
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Mittwoch, 20. Mai 2009
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Ok, als erstes: ich war nie ein Trekkie. Ich mach nur gerne Tracks. Haha. Schlecht. Also: Vier andere Nicht-Trekkies und ich dachten sich ” Ok, wenn der Beginn der Geschichte erzählt wird, müssen wir ja quasi nix wissen. Wir müssen nicht klingonisch reden oder uns auf Vulkanien auskennen usw….” und das fanden wir super. Dazu kommt noch, dass der Produzent JJ Abrams mich jetzt mal seit lockeren vier Jahren mit ” Lost ” bei der Stange hält und ich diesem Herrn auf gewisse Art und Weise blind vertraue. Sollte man vielleicht nicht tun, mach ich aber. Und was soll ich sagen? Meine Nicht-Trekkie-Gang wurde sehr positiv überrascht. Die jungen Darsteller sind super gecastet und für die Identifikation mit den Schauspielern ist es nur zuträglich, dass zb Kirk in diesem Film noch kein Alien-Fremdsprachen-Raumschiff-Professor usw ist, sondern ein trinkender Weiberheld, der sich gerne auch mal boxt. Das gefällt. Spock dagegen muss erstmal rausfinden, dass man als Mischling ( halb Vulkanier, halb Mensch ) nicht überall beliebt ist. Er ist quasi ein Bastard, haha. Und als wäre das noch nicht genug, wird ihm seine Fähigkeit Emotionen zu spüren als Schwäche ausgelegt, nicht zuletzt von ihm selbst. Da will man ihm doch zurufen: Alter, ist doch gut! Best of both worlds und so! Kann er aber nicht hören. Zurück zum Film: Irgendwann kommt einer von diesen seriösen alten Männern die viel geleistet haben zu Kirk ( dem unseriösen Mann, der noch nichts geleistet hat ) und erzählt ihm die Geschichte seines ( Kirks ) Vaters, der kurz vor der Geburt seines Sohns mal eben 800 Leben rettete, und dann irgendwie explodierte. Der seriöse alte Mann glaubt, dass der junge Kirk diese Skills auch hat und wirbt ihn an für seine Gang im All. Dort lernt Kirk Spock kennen und zuerst verstehen sich die Beiden gar nicht ( ach was ). Da müssen erst einige Raumschiffe explodieren und Leben in Gefahr sein bis die beiden langsam sowas wie Freunde werden. Passiert dann auch. Boom. Und übrigens: Jedes Boom sieht verdammt gut aus in diesem Film. Action-mäßig ‘ne glatte 1! Die Geschichte übrigens auch! Hammer-Film! Da freut man sich doch jetzt schon auf Teil 2! Ich weiß nicht, ob die eingeschworenen Star Trek-Fans mit diesem Film einverstanden sind, aber falls nicht: Tretet zur Seite ihr Nerds, hier kommt die Neuzeit. Verlasst lieber mal euer Zimmer und lernt Mädchen kennen.
Euer Jim.
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Freitag, 13. März 2009
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Ok, also irgendwie: Ich bin verwirrt. Vielleicht lag’s an der Spätvorstellung. Vielleicht lag’s an der Überlänge. Vielleicht lag’s an mir, aber: Watchmen verwirrt mich. Ich fühle mich kaum in der Lage, Euch den Film gut zusammenzufassen, deshalb sag ich mal ganz grob: Ein kleiner Haufen Rest-Helden will einen bösen Atomkrieg verhindern. So richtige Superkräfte haben die nicht, außer der blaue Strahlemann. Der hat’s drauf. Die anderen können nur gut hauen oder haben lustige Kostüme an. Ich erzähl Euch mal, welche Szenen mir im Kopf geblieben sind. Erwartet bitte nicht, dass ich das in irgendeinen Zusammenhang packen kann. Also, hier ein kleines Best Of Watchmen: Irgendwann ist der Mann mit dem Fleckengesicht im Knast, warum hab ich vergessen. Jedenfalls gibts da so’n paar Knastbrüder, die ihm an’s Leder wollen. In der Kantine versucht das dann auch mal Jemand und wird prompt in heissem Friteusenfett gebraten. Fleckenmaske dann so: ” Ihr kapiert es wohl nicht. Nicht ich bin hier mit Euch eingesperrt, Ihr seid hier mit MIR eingesperrt. ” Dann sägt er Jemandem die Arme ab. Ziemlich cool oder? Nächste gute Szene: Die Latex-Muddi und der Masken-Mann befreien Fleckengesicht aus dem Gefängnis und zur Feier des Tages wird im Raumschiff ( das wie ‘ne Eule aussieht ) erstmal kräftig gevögelt ( was wie Sex aussieht ). Komplett nackt! Ich war geschockt! Scherz…ich war angetörnt. Die Latex-Muddi kann übrigens sehr gut Knochen brechen, gerne auch nach innen, so Zehnagel-grüßt-Oberschenkel-mäßig. Aua. Der blaue Strahlemann ist irgendwie depressiv weil die Welt sagt er macht Krebs und deshalb beamt er sich zum Mars und baut da intergalaktische Sandkuchen oder so, hab ich nicht gecheckt. Jedenfalls nervt er irgendwie, weil er so weise ist und alles immer schon vorher weiß. Als Trostpflaster läuft er die ganze Zeit nackt rum, und so einen Schwengel-baumelnden FKK-Helden in blau sieht man ja auch nicht alle Tage. Wo war ich? Ach ja, dann gibts da noch diesen Typen der gleich am Anfang stirbt. Der raucht Zigarre und erschiesst seine vietnamesische Freundin weil sie das Kind bekommen will und er nicht. Verwirrt? Es geht noch weiter: Da der Film in den 80ern spielt, hört man zwischendurch Musik von Nena oder Tears for Fears. Wahnsinn! Der Rest ist mir entfallen. War alles zuviel für mich. Ich glaub, ich brauch jetzt mal die wilden Hühner.
Stets zu Diensten, Euer Jim.
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Mittwoch, 11. März 2009
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Als ich das Plakat für diesen Film sah, dachte ich ” Nö “. Das sah irgendwie so Vom-Winde-verweht-mäßig aus und gefiel mir alleine deshalb nicht. Nix gegen Klassiker, aber meine erstes Gefühl war eben ” Nö “. Bin dann aber trotzdem gegangen, und: Überraschung: War gar nicht Vom-Winde-verweht-mäßig. Zur Story:
Nicole Kidman spielt ‘ne Muddi, Hugh Jackman spielt ‘nen Typen und ein kleiner Junge spielt einen kleinen Jungen. Irgendwie gehts um Australien, aber für mich gings eher um Rockn Roll. Seit der ersten Minute wartete ich darauf, dass Nicole sich von der reichen First-Class-Lady mit teuren Schuhen und einem gepflegten Stock im Arsch in ein fluchendes, Schnaps trinkendes Teufelsweib verwandelt. Aber was muss dafür passieren? Man nehme: 1) Einen vermögenden und langweiligen Ehemann, der sowieso nur als Statist die ersten paar Minuten auftaucht, bis er schliesslich ermordet wird. 2) Seine riesige Vieh-Herde, die irgendwie quer durch Australien getrieben werden muss, um pünktlich auf irgendein Schiff zu kommen, das dann irgendwo hinfährt. 3) Ein paar fiese Gangster-Cowboys von der Konkurrenz. die mit allen Mitteln dafür kämpfen, dass die Herde inklusive ihrer Besitzer nie ihr Ziel erreichen, und 4) einen durchtrainierten Hugh Jackman, der professioneller Viehtreiber ist, gerne meckert, sich gerne prügelt, und der anfangs natürlich gar nichts mit Nicole anfangen kann, aber sich später ( natürlich ) in sie verliebt. Ganz alleine sind die Beiden aber nicht, denn neben den 5000 Pferden, Kühen und Pansen gibts noch diesen kleinen Jungen der zuviele Esoterik-Bücher gelesen hat und dem deshalb dauernd sein Indianer-Großvater erscheint, der ihm was vom Kreislauf des Lebens und so erzählt. Kleiner Klugscheisser-Bengel, macht auf Mini-Yoda. Na ja, aber Nicole hat ihn lieb und Jack hat Nicole lieb und alle haben die Herde lieb und somit haben wir jetzt eine große Familie. Ob sie es am Ende schaffen, die Herde durch die Wüste zu treiben, und ob sie es vielleicht sogar selbst treiben ( ohne den Jungen ) lassen wir mal offen. Nebenbei gehts noch um Rassismus, Kapitalismus und Krieg. Ich sage: Großes Kino! Daumen hoch! Und Nicole: Heiss! Zwar nicht so heiss wie meine Vampir-Lady, aber die spielt ja auch in einem anderen Film…..und man muss ja offen bleiben, ne?
Euer Jim.
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Donnerstag, 26. Februar 2009
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Ok, Tom Cruise ist wahrscheinlich nicht der Spitzenreiter auf unserer Beliebtheits-Skala. Schon lange bevor der Film anlief, gab es viele Diskussionen darüber, ob ein Scientologe die Rolle von Stauffenberg übernehmen darf. Die letzten Jahre haben ihren Teil dazu beigetragen, Cruise als etwas verwirrt wahrzunehmen. Ich erinnere mich an dieses Propaganda-Filmchen, in dem er mit Scientology-Gold behangen seine Rhetorik-Keule schwingt und Ungläubige bekehren will. War etwas beängstigend. Aber auch lustig. Ich meine – ganz ehrlich – das ist doch auch Unterhaltung. Jedenfalls für mich. Ich hab mich köstlich amüsiert, als ich ihn da so sah. Den kleinen Tom. Mit seiner Botschaft an die Welt. Herrlich. Und was die Frage betrifft, ob man denn nun als Scientologe die Rolle einer geschichtlich wichtigen Person übernehmen darf, kann ich nur sagen: Na logen! Ich meine, Mel Gibson zum Beispiel hat den Braveheart-Typen gespielt. Ok, vielleicht gab’s den nicht, aber was ich meine ist: Welcher Hollywood-Schauspieler hat denn keine Leichen im Keller? Die sind doch fast alle im Club der Freizeit-Psychos. Aber solange sie mir als Zuschauer eine gute Illusion verkaufen, interessiert es mich nicht, ob sie nach Feierabend nach Hause kommen, Schweinemasken aufsetzen, einen Regentanz aufführen und sich gegenseitig mit ihren Exkrementen bewerfen. Solange der Film an Ende fresh ist, hab ich jedenfalls nix dagegen. Jedem das Seine und so…..
Und zum Film: Im Gegensatz zu vielen anderen fand ich den derbe. Adolf in die Luft sprengen? Gefällt mir. Auch wenn’s Tom macht. Würd mir sogar gefallen wenn’s Mel macht. Aber der war zu beschäftigt damit, Jesus bluten zu lassen. Deshalb also Tom. Die Geschichte an sich ist ja bekannt, darüber muss ich hier also nicht lange reden. Die Frage ist also nur: Gut oder schlecht? Und weil das widerum eine Geschmacksfrage ist, kann ich nur sagen: I liked it! ich fand den Film von Anfang bis Ende spannend ( obwohl man weiß, wie es ausgeht ). Die Optik hat gestimmt, die Geschichte wurde gut umgesetzt, und Tommy-Boy hat mir persönlich besser gefallen als in manch anderen Filmen. Vom Pansen: Daumen hoch!
So, und jetzt geh ich mich bei Scientology einschreiben und lass mich entkernen damit die Außerirdischen gut drauf sind. Macht’s gut ihr Ungläubigen.
Euer Jim.
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