Montag, 29. Juni 2009Jim Kino gewesen. Heute: Drag me to Hell |
Ok,die letzten 2 Wochen ging es mir nicht gut. Ich hatte eine Lebensmittelvergiftung und musste mich ausführlich mit diversen, sehr unangenehmen Zuständen auseinandersetzen. Aber es gibt Schlimmeres, dessen bin ich mir bewusst. Manches davon erlebt man zum Beispiel im Kinosaal. Auch ohne ekelhafte Vergiftungen spüre ich manchmal alleine durch die Anwesenheit irgendwelcher Idioten ( außer mir ) einen schlimmen stechenden Schmerz, der mir ernsthaft zusetzt. Die Werbung ist vorbei, der Hauptfilm noch nicht angelaufen. Ein freundlicher Hinweis erklärt den Besuchern, dass Piraterie immer noch kein Kavaliersdelikt ist. JEDES MAL gibt es zu diesem Zeitpunkt einen Horst, der auf seinen großen Moment wartet. Und sein Moment kommt genau in dem Augenblick, in dem der Sound unserer Piraterie-Warnung verstummt und unser Hofnarr lautstark seinem imaginären Nachbarn verkündet: ” Alter, jetzt mach mal endlich Deine Kamera aus! Muharrharrharr! ” Jedes Mal wenn sowas passiert spüre ich das tiefe Verlangen, das zu dieser Stimme passende Gesicht zu steinigen. Besonders dann, wenn sich unser Alleinunterhalter noch minutenlang abfeiert und/oder abgefeiert wird. Pure Aggression. Aber: Ruhig bleiben. Du bist gereizt, Du weißt es besser, etc…. zum Film: Drag me to Hell ist ein durchaus amüsanter klassischer Horrorfilm, der all das beinhaltet, was man sich für einen bunten Samstag Abend wünscht. Es gibt eine attraktive junge Hauptdarstellerin, einen halbwegs sympathischen Freund ( den man trotzdem nicht vermisst, sollte er überraschend sterben ) und eine wirklich garstige alte Satans-Oma. Unser Ömchen bittet zu Beginn des Films um einen weiteren Kredit für ihre Behausung. Unsere junge Hauptdarstellerin strebt eine höhere Position in der Bank an, die unter anderem auch für den Kredit unserer Teufels-Alten zuständig ist. Dafür muss man auch mal ” Nö ” sagen, und das tut unsere junge Muddi. Oma findet das kacke, und um unsere Muddi zu bestrafen, wird sie von Oma spontan mit einem ziemlich ungünstigen Fluch belegt. Was nun folgt reicht von Paranoia über Halluzinationen bis hin zum guten alten Exorzismus. Die schreckliche Oma taucht immer mal wieder auf und wirft ihre Gammelzähne durch die Gegend, spuckt Gift und Galle und eine beunruhigende Menge Oma-Schleim auf unsere unschuldige Bankangestellte. Diese widerum will sich nicht so einfach geschlagen geben und sucht verzweifelt nach einem Weg, den Fluch wieder loszuwerden. Ich für meinen Teil kann sagen: Ich hatte lange nicht mehr so einen Spaß bei einem, na ja, Standard-Ami-Teenie-Popkorn-Horror-Slasher. Die Effekte gehen direkt auf die Fresse, der Spaß kommt aber auch nicht zu kurz, und das ist zum größten Teil dieser wirklich widerlichen Schleim-rotzenden uralten untoten Voodoo-Schlampe zu verdanken. Ich liebe sie. Und Euch.
Euer Jim, back im Biz!








