Donnerstag, 26. Februar 2009Jim Kino gewesen. Heute: Operation Walküre |
Ok, Tom Cruise ist wahrscheinlich nicht der Spitzenreiter auf unserer Beliebtheits-Skala. Schon lange bevor der Film anlief, gab es viele Diskussionen darüber, ob ein Scientologe die Rolle von Stauffenberg übernehmen darf. Die letzten Jahre haben ihren Teil dazu beigetragen, Cruise als etwas verwirrt wahrzunehmen. Ich erinnere mich an dieses Propaganda-Filmchen, in dem er mit Scientology-Gold behangen seine Rhetorik-Keule schwingt und Ungläubige bekehren will. War etwas beängstigend. Aber auch lustig. Ich meine – ganz ehrlich – das ist doch auch Unterhaltung. Jedenfalls für mich. Ich hab mich köstlich amüsiert, als ich ihn da so sah. Den kleinen Tom. Mit seiner Botschaft an die Welt. Herrlich. Und was die Frage betrifft, ob man denn nun als Scientologe die Rolle einer geschichtlich wichtigen Person übernehmen darf, kann ich nur sagen: Na logen! Ich meine, Mel Gibson zum Beispiel hat den Braveheart-Typen gespielt. Ok, vielleicht gab’s den nicht, aber was ich meine ist: Welcher Hollywood-Schauspieler hat denn keine Leichen im Keller? Die sind doch fast alle im Club der Freizeit-Psychos. Aber solange sie mir als Zuschauer eine gute Illusion verkaufen, interessiert es mich nicht, ob sie nach Feierabend nach Hause kommen, Schweinemasken aufsetzen, einen Regentanz aufführen und sich gegenseitig mit ihren Exkrementen bewerfen. Solange der Film an Ende fresh ist, hab ich jedenfalls nix dagegen. Jedem das Seine und so…..
Und zum Film: Im Gegensatz zu vielen anderen fand ich den derbe. Adolf in die Luft sprengen? Gefällt mir. Auch wenn’s Tom macht. Würd mir sogar gefallen wenn’s Mel macht. Aber der war zu beschäftigt damit, Jesus bluten zu lassen. Deshalb also Tom. Die Geschichte an sich ist ja bekannt, darüber muss ich hier also nicht lange reden. Die Frage ist also nur: Gut oder schlecht? Und weil das widerum eine Geschmacksfrage ist, kann ich nur sagen: I liked it! ich fand den Film von Anfang bis Ende spannend ( obwohl man weiß, wie es ausgeht ). Die Optik hat gestimmt, die Geschichte wurde gut umgesetzt, und Tommy-Boy hat mir persönlich besser gefallen als in manch anderen Filmen. Vom Pansen: Daumen hoch!
So, und jetzt geh ich mich bei Scientology einschreiben und lass mich entkernen damit die Außerirdischen gut drauf sind. Macht’s gut ihr Ungläubigen.
Euer Jim.









26. Februar 2009 um 17:51
tjaaaa, mir ist es grundsätzlich auch wurscht, wer was zuhaus macht oder auch in der öffentlichkeit, aber ich für mich hab trotzdem beschlossen, meine kohle möglichst wenigen in den rachen zu stecken, die zb (wie du sagen würdest) “die muddis” immer noch hintern ofen zurückschicken und ihnen sämtliche gleichgestellten rechte abspricht. das mag man zu emanzenhaft halten, ist mir egal, aber geht für mich gar nicht und da hab ich schon mal ziemlich gemeckert, daß grad der ein idol a la stauffi verkörpern soll fand ich durchaus arg. besonders als er von sich gab, er wollte schon als kind den hitler abschießen, da kam mir doch sehr der würgereiz entgegen. aber im grunde ist es wieder relativ egal, oftmals sind die hollywood schinken was geschichtliche dinge angeht sowieso weit davon entfernt. brauche nur an schindlers liste denken; anfangs fand ich den sowas von genial, teilweise ja auch heute noch. aber wenn mans dann ins technische zerlegt merkt man erst, wies vom grundansatz weg beeinflussende szenen beinhaltet, die so nicht waren. da sind im vergleich “Hasenjagd” oder “der fälscher” schon ganz was andres, ist zumindest mein empfinden.
naja, sei es wies sei, deine rubrik gibts ja schließlich auch, um mal zu diskutieren und nicht um dem pansen immer zuzustimmen
für mich wäre den film anzusehen jedenfalls eher als würde ich dem bushido auf einmal ne cd abkaufen und sagen, ach, egal, verkloppt er hald mal wieder ein mädel, ist hald so, ist ja auch unterhaltend und seine musik ist super. neeeeeneenee!!!! es gibt eindeutig dinge, über die ich nicht drüberstehen kann und will.